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Hilfe Mobbing!


Konflikte verlaufen bei Ihnen immer anders, als wünschenswert wäre? Oder Sie tragen Personalverantwortung und fühlen sich unsicher auf dem weiten Feld der Konfliktbehandlung? Vielleicht haben Sie von einem Mobbingfall in Ihrem Betrieb gehört und wissen nicht, wie Sie damit umgehen und verhalten sollen?

Mobbing ist kein neues Phänomen. Es kann an Ihren täglichen Arbeitsplatz, an Ihrer Schule oder an verschiedenen Plätzen auftreten wo sich Menschen zusammen finden.

Doch auch wenn es sehr oft bagatellisiert oder verschwiegen wird, so ist Mobbing kein Kavaliersdelikt. Nach dem „Mobbing-Report der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden aktuell drei von 100 Beschäftigten an Ihrem Arbeitsplatz diskreditiert, gedemütigt  und beleidigt, verleumdet, an Ihrer Arbeit gehindert, seelisch zermürbt oder sogar körperlich bedroht. Und wenn wir aktuell von circa 38 Millionen Erwerbstätigen ausgehen, so sprechen wir hier von einer Millionen Menschen.

Die Waffen womit dieser Konflikt ausgefochten wird, sind vielfältig, der Weg führt allerding meist zu demselben Ergebnis.

Der Anfang
Zunächst fängt es damit an, dass sich die Opfer das „Problem“ erst einmal bei sich selber suchen und dies oft über eine längere Zeit. Nur selten vertrauen Sie sich anderen Menschen an und berichten was tagtäglich passiert. Die Folgen hieraus wirken sich auf die gesamte Persönlichkeit aus. Zum Verlust des Selbstvertrauens können Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme auftreten. Durch die eigene wahrgenommene Isolierung und Einsamkeit entwickeln sich vermutlich sogar depressive Tendenzen und Passivität. Dies macht sich auf der Arbeit und im privaten Leben als Leistungseinbrüche bemerkbar, die einen Kreislauf ein Bewegung setzten können, wo es je länger sie am Laufen sind schwieriger ist dort auszubrechen.

Welche Personen werden gemobbt?
Grundsätzlich kann jeder Mitmensch ein Opfer von Mobbing werden. Denn die verschiedensten Ursachen können zum Mobbing führen. Mobbing tritt in allen Gesellschaftsbereichen auf, in denen Menschen in sogenannten Zwangsgemeinschaften (Schule, Arbeitsplatz) zusammentreffen. Überall wo Menschen aufeinandertreffen exestiert auch immer ein gewisses Konfliktpotential. Doch man kann sagen, dass ein Mitarbeiter, der nicht von einer anerkannten Gruppe von Mitarbeitern geschützt wird, eher ein Opfer von Mobbing wird. Auch Einzelgänger werden eher gemobbt. Wer darüber hinaus durch besondere Persönlichkeitsmerkmale (andersartige oder auffällige Kleidung, Sprachfehler, Tattoo, Piercing oder anderes) auffällt, kann durch die gebotene “Angriffsfläche” unter Umständen leichter zu einem Mobbing-Opfer werden.

Gehöre ich dazu?
Gibt es Personen oder ein Personenkreis der gefährdeter ist als alle anderen? Nun DEN Mobbingbetroffenen gibt es nicht. Theoretisch könnte es jeden betreffen. Doch es gibt bestimmt Potiential"opfer". Zum Beispiel für Einzelgänger, Personen die aus anderen Regionen zugezogen sind, die aufgestiegen sind, ausländische Mitarbeiter oder zurückhaltende und schüchterne Mitmenschen. Prof. Heinz Leymann hat einen Fragebogen entwickelt anhand Sie überprüfen können, ob Sie vom Mobbing betroffen sind.

Download: Fragebogen zum Thema Mobbing

Was können Sie tun bei Mobbing
Das Gespräch suchen! Sollte sich der Konflikt gerade noch im Anfangsstadium befinden, so läßt sich der dem Mobbing zugrunde liegende unbewältigte Konflikt vielleicht noch durch ein klärendes Gespräch lösen und das Fortschreiten des Mobbings aufhalten. Ein Versuch ist es allemal wert, da es für das eigene Selbstbewusstsein immer besser ist, aktiv zu werden, als den Feindseligkeiten einfach nur passiv zu bleiben und es zu erdulden.
Öffentlichkeit suchen. Neben dem Versuch, diese Situation durch ein Gespräch zu klären, können Betroffene auch den Mobbingprozess für andere offensichtlich machen. Schließlich kann es sein, dass der persönliche Fall eines Tages Gegenstand in einem Arbeitsgerichtsprozess wird. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, Zeugen für die Vorgänge zu haben oder sogar schriftliche Aufzeichnungen oder Notizen zu haben. Hierfür ist ein sogenanntes Mobbingtagebuch nützlich, wo sie alle wichtigen Daten eintragen.

Download: Mobbingtagebuch

Und sehr wichtig: Hilfe in Anspruch nehmen.

Ihr Vorgesetzter hat eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern. Sie können sich auch an den Betriebsrat oder an andere Kollegen wenden. Diese sind auch wichtige Zeugen, die die Mobbing-Vorfälle bestätigen können, falls es zu einem Prozess kommen sollte.

Hilfe können auch Beratungsstellen der Gewerkschaften, Krankenkassen, Psychologen oder Selbsthilfegruppen bieten .

Sollten Sie eine Kündigung des Arbeitsplatzes in Erwägung ziehen, sprechen Sie dies unbedingt vorher mit der Agentur für Arbeit ab.

Sie können auch juristische Hilfe beim Arbeitsgericht oder bei einem Anwalt in Anspruch nehmen. Eine Klage ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn es sich nachweislich um Straftaten wie üble Nachrede oder Verleumdung handelt.

Selbstverständlich kann ich Ihnen auch vertraulich bei Ihrem Anliegen helfen.

Damit Sie selbst feststellen können, ob sich zwischen Ihnen und mir eine Vertrauensbasis aufbauen lässt, lade ich Sie zu einem unverbindlichen Gespräch ein, wo ich Sie gerne über die weiteren Abläufe berate.
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