Was bedeutet denn Mediation?
Die Mediation (lat. „Vermittlung“) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes.
Oder auch kurz gesagt: Mediation ist ein Weg zur friedlichen Beendigung eines Streites.
Wobei die Konfliktparteien - Medianten genannt - mit Unterstützung einer dritten unparteiischen Person (Mediator) zu einer einvernehmlichen Vereinbarung gelangen wollen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht.
Das Zeichen 平和 aus meinem Logo ist übrigens japanisch und lautet heiwa was Frieden bedeutet. Es wird gebraucht wenn die Japaner von der Mediation und der Konfliktbewältigung sprechen.
Denn Frieden zu bekommen ist ein Ziel der Mediation.
>> Das Problem: Der Konflikt...
>> Die Aufgabe des Mediators...
>> Wesentliche Merkmale des Mediationsverfahrens...
>> Anwendungsgebiete...
>> Möglicher Ablauf einer Mediation...
Das Problem: Der Konflikt...
Eigentlich sind Konflikte normal. Konflikte kommen überall und alltäglich vor...
Zwischen Nachbarn, (Geschäfts- oder Ehe-) Partnern, in Familien und Lebensgemeinschaften, am Arbeitsplatz (unter Kollegen, Mitarbeitern oder in der Hierarchie), im Handel und Straßenverkehr, Mietern und Vermietern, etc. Sie sind einfach kommen überall und alltäglich vor. Sie sind ein unvermeidbarer Bestandteil menschlichen Zusammenlebens.
Schlimm wird es nur, wenn sich die Parteien nicht mehr auf in die Augen blicken können und tiefe Konflikte somit unausgesprochen bleiben.
Dabei kann eine Mediation selbst dann erfolgreich sein, wenn der Konflikt bereits verhärtet ist und die Parteien nicht mehr miteinander sprechen.
Hier ist es wichtig zu wissen, dass es faire und friedliche Wege zur Austragung und Lösung der Konflikte gibt. Den Konflikt vor Gericht auszutragen kostet viel Geld und bringt selten den gewünschten Erfolg. Ich kann Ihnen auf diesem Wege eine kompetente Unterstützung bei der außergerichtlichen Streitregelung anbieten.
|
 |
Die Aufgabe des Mediators...
Der Mediator trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts für die eine oder andere Seite, sondern ist für den Ablauf verantwortlich, d.h. die Lösung eines Konfliktes wird nicht von den Streitschlichtern vorgegeben, sondern von den Kontrahenten selbst erarbeitet.
Dabei helfen und unterstützen die Mediatoren den Betroffenen sich über ihre Gefühle und Interessen klar zu werden und sie verständlich zum Ausdruck zu bringen. Damit die Betroffenen selbstständig zu einer Lösung des Konfliktest beizutragen.
Das gemeinsame Ziel ist es, eine Lösung ohne Verlierer zu finden. Eine Win-Win-Lösung
Dabei zählt zu den grundlegenden Punkten, dass der Mediator unparteiisch, zur Verschwiegenheit verpflichtet und einen den fairen Ablauf des Einigungsversuchs überwacht.
Wesentliche Merkmale des Mediationsverfahrens...
| • |
Vermittlung durch unparteiische („neutrale“/ allparteiliche) Dritte. Mediatoren haben keine Entscheidungsgewalt im Hinblick auf den Streitgegenstand, sie sind weder Richter noch Schlichter; |
| • |
Einbeziehung und direkte Kommunikation aller Konfliktparteien; i.d.R. sind diese anwesend (keine die Parteien ersetzende Vertretung durch Dritte); |
| • |
informelle/außergerichtliche Konfliktbearbeitung, flexible Verfahrensgestaltung; |
| • |
Ausschluss der Öffentlichkeit und strikte Vertraulichkeit; |
| • |
Autonomie und Freiwilligkeit: die Parteien bestimmen Anfang und Ende der Mediation; der Rechtsweg ist nicht ausgeschlossen |
| • |
Konsensorientierung: Verzicht auf Machtentscheidungen und einseitige Rechtsdurchsetzung; |
| • |
selbstbestimmte, interessensgerechte und zukunftsgerichtete Regelung/Lösung des Konflikts (sog. win-win-Situation). |
|
 |
Anwendungsgebiete...
Historisch gesehen hat in Deutschland die Entwicklung vor mehr als 20 Jahren in der Familienmediation begonnen. In anderen Ländern wie der USA oder Japan wurde es bereits sehr gut aufgenommen.
Hier ist eine kleine Auswahl in den Gebieten wo Mediation bereits erfolgreich angewendet wird:
• Schulmediation
• Nachbarschafts- und Gemeinwesen
• Mediation im Strafrecht (Täter-Opfer-Ausgleich)
• Trennungs- und Scheidungsmediation
• Gruppen- und Teamkonflikte
• Mediation in Organisationen, Vereinen und Unternehmen
|
 |
Möglicher Ablauf einer Mediation...
Damit sie einen kleinen Einblick in einem eventuellen Ablauf einer Mediation bekommen können, möchte ich Ihnen kurz den Ablauf anhand einzelner Schritte verdeutlichen. Ein Mediationsverfahren kann wie in den fünf folgend beschriebenen Schritten ablaufen:
Phase 1 "die Vorbereitung"
Am Anfang ist es am besten, wenn die Konfliktparteien gemeinsam den Wunsch nach einer Mediation äussern und entsprechende Schritte einleiten. Oft ist natürlich wenn nur eine Partei die Mediation eröffnent. Hier übernimmt der Mediator die Kontaktaufnahme mit der weiteren Partei und schlägt den Versuch eines Koordinierungsgespräch vor.
Voraussetzung für eine erfolgversprechende Mediation ist die Bereitschaft aller Beteiligten, aktiv an dem Gespräch teilzunehmen und nach einer einvernehmlichen Problemlösung zu suchen.
In dem Erstgespräch werden auch die 3 "V" definiert.
Der Mediator sorgt dann dafür, dass das Gespräch in einer wohltuenden, offenen und Vertrauens fördernden Atmosphäre stattfindet. Die Beteiligten werden (noch einmal) über den Ablauf, die Rolle des Mediators und die Grundregeln informiert.
Phase 2 "Die Konfliktanalyse"
Hier werden der Konflikt von allen Parteien und vor allem aus deren Perspektive geschildert. Weitere Themen werden gesammeln und vorläufig bewertet.
Danach folgt Phase 3
Phase 3 "Konfliktbewältigung"
Die für die Problembearbeitung wesentlichen Informationen werden zusammentragen, unterschiedliche Sichtweisen darlegen und Verständnis für diese entwickeln, von Positionen zu Bedürfnissen und Interessen übergehen, Grundlagen für eine Entscheidungsfindung erarbeiten) Nun werden die mit dem Konflikt verbundenen Gefühle zum Ausdruck gebracht, sowie die Interessen und Wünsche herausgearbeitet, um die es den Beteiligten eigentlich geht. Alles, was als Hintergrund zum offenen Streit von Bedeutung ist, kann zur Sprache kommen. Die Mediatorin ist bei der Erhellung des Konfliktes behilflich, indem sie geeignete Fragen stellt und Hilfstechniken einsetzt. Die Mediatorin leitet sie dazu an und gibt Hilfestellungen. Die Kommunikationsrichtung wird zunehmend auf den Kontakt der Beteiligten untereinander verlagert.
Phase 4 "Lösung des Konflikts"
Entwicklung von Optionen und Alternativen zur Konfliktlösung. Prüfung und Erörterung möglicher Konfliktregelungen im Hinblick auf bestehende Umsetzungsmöglichkeiten, vorläufige oder Teillösungen erproben und eine Gesamtvereinbarung entwerfen.
Phase 5 "Abschließende Vereinbarung"
Die Beteiligten einigen sich auf die erarbeitetenLösungsvorschläge, die ihnen am meisten zusagen. Sie regeln alle Fragen, die mit der Überprüfung und eventuell erforderlichen Überarbeitung der Vereinbarung zu tun haben. Zum Abschluß wird eine schriftliche Vereinbarung gemeinsam erstellt und von den Beteiligten unterschrieben.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal verdeutlichen, dass so eine Mediation ablaufen kann. Jedoch ist immer der Einzelfall zu berücksichtigen. Mediation ist kein Allheilmittel, doch sie ist ein wertvolles Instrument zur gemeinsamen, fairen und friedvollen Lösungsentwicklung.
Vertrauen ist die Handlungsvoraussetzung für eine gemeinsame Konfliktbewältigung. Damit Sie selbst feststellen können, ob sich zwischen Ihnen und mir eine Vertrauensbasis zur Mediation aufbauen lässt. Oder wenn Sie noch einige Fragen über den Ablauf einer Mediation haben, so lade ich Sie zu einem unverbindlichen Gespräch ein, wo ich Sie gerne über Ihre Fragen informiere. Hier geht es zu meinen Kontaktdaten