Burnout
Im ursprünglichen Sinne aus dem Englischen übersetzt (:to burn out), heißt Burnout, dass Aus- bzw. Abbrennen von Materialien durch das Feuer. Und genauso fühlen sich die Menschen mit dem Burnout-Syndrom. Sie sind ausgebrannt und erschöpft. Ihre Leistungsfähigkeit ist gemindert, sie verspüren keine eigene Antriebskraft. Bei Stress, Depressionen und Burnout gibt es kaum klare Abgrenzungen, viel mehr fließende Übergänge.
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Burn-Out Syndrom - Die Phasen
Menschen mit diesem Burnout-Syndrom sind buchstäblich ausgebrannt und erschöpft. Dabei ist Burnout nicht nur ein Prozess seelischer Entkräftung. Nein, ein Burnout wirkt sich auch auf Ihrer körperliche Konstitution aus, die sich über einen längeren Zeitraum verschlechtern kann. Gegen diese Erschöpfung kämpft der Körper aktiv an.
Meist wird ein Burnout Syndrom durch die berufliche Arbeit verursacht und sogar von einigen Experten auch rein auf das Berufliche beschränkt. Burnout-Betroffene fühlen sich zwar müde, weil Ihre innere Kraft fehlt, verhalten sich jedoch nervös und unruhig. Aufgrund übermäßiger emotionaler Belastung geht den Betroffenen zunehmend weitere Energie verloren.
Der Burnout-Prozess wird von Experten in verschiedene Phasen eingeteilt. Die Einteilung erfolgt zwischen 3 und 30 Stufen, die alle ineinander übergehen und schwer voneinander abzugrenzen sind. Hier möchte ich Ihnen an drei Phasen einen groben Verlauf eines Burnout's zeigen.
Die erste Phase bzw. die ersten Phasen sind geprägt von hoher Aktivität und eventuell sogar von Aggression. Diese Anfangszeit kann sich zwar über einen sehr langen Zeitraum ziehen, wird aber von Betroffenen nicht als solche wahrgenommen, weil sie keinen Leidensdruck hervorruft. Ganz im Gegenteil: Die Betroffenen sind leistungsfähig, fühlen sich unentbehrlich. Sie sind sehr hochengagiert und –motiviert. Sie habe hohe Anforderungen an sich selbst und eventuell auch an Mitarbeiter.
Im weiteren Verlauf, also der zweiten oder den folgenden Phasen, nimmt die Leistungsfähigkeit ab. Die eigene Unzufriedenheit wächst, weil Ziele nicht mehr erfüllt werden können. Burnout-Betroffene haben zunehmend das Gefühl, unter Zeitdruck zu stehen und erledigen ihre Aufgaben oft aufgrund Ihres enormen Druckes zum Teil mangelhaft. Sie fühlen sich austauschbar und verhalten sich immer mehr distanziert. Betroffene werden passiv und verlieren das Interesse an Dingen, die Ihnen vorher viel bedeutet haben.
In der Endphase des Burnout-Prozesses ist der Leidensdruck so groß, dass sich Betroffene Hilfe suchen. Sie leiden dann schon oftmals an Hoffnungslosigkeit und Panikattacken. Sie haben ihre eigenen Ziele aus den Augen verloren. Es besteht in diesen Phasen eine hohe Selbstmordgefahr.
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Die Ursachen des Burnout-Syndroms
Die Ursachen für einen Burnout sind facettenreich und vielfach. Wie oben erwähnt, wird das Burn-Out-Syndrom meist auf den Beruf bezogen. Hier werden die Ursachen des Prozesses gesucht. Daneben gibt es aber zusätzlich auch innere Faktoren, die zu einem Burnout beitragen.
Zu den beruflichen Faktoren zählen Überlastung, mangelnder Respekt, Vertrauensverlust und zu wenig Anerkennung.
Diese treten aber nicht allein als Auslöser für ein Burnout-Syndrom auf. Zu den inneren Faktoren zählen: zu große Erwartungen an sich selbst, Perfektionismus und der Zweifel an kommunikativen Fähigkeiten. Das Burnout-Syndrom kommt am häufigsten in Berufsgruppen vor, in denen viel kommuniziert wird: Lehrer, Ärzte, Erzieher, Sozialarbeiter, Krankenschwestern und Altenpfleger sind häufig betroffen. Aber auch eine langandauernde familiäre Belastung kann in Einzelfällen zu einem Burnout führen.
Zahl der Betroffenen
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es bislang noch keine repräsentative Studie über die Verteilung von Burnout. Befragungen innerhalb einzelner Berufsgruppen haben jedoch ergeben, dass zum Beispiel 40 bis 60 Prozent im Pflegebereich an einem Burnout leiden.
Symptome bei Burnout
Die Liste mit möglichen Auswirkungen des Burnouts ist lang. Da jeder Mensch unterschiedlich auf Erschöpfung reagiert, kann kein eindeutiges Krankheitsbild definiert werden. In vielen Fällen sind die nachfolgenden Symptome erkennbar und treten zumeist in Kombination miteinander auf.
geistige und körperliche Burnout Symptome sind unter anderem:
Lustlosigkeit:
Die Betroffenen haben keinen Antrieb mehr. Unternehmungen gehen sie aus dem Weg, werden teilnahmslos und desinteressiert.
Schlafstörungen:
Nicht durchschlafen können und Einschlafschwierigkeiten führen zu mangelnder Erholung und Leistung, sind aber eine Folge von beiden.
Gefühle des Versagens:
Dieses Gefühl entsteht durch zu großen eigenen Druck und durch übermäßige Belastung.
Angst:
Menschen mit Burnout leiden vor allem im fortgeschrittenen Stadium unter Angst- und Panikattacken.
Stimmungschwankungen:
Aggressivität und Gereiztheit mischen sich vermehrt unter die normale Stimmungslage.
Veränderte Essgewohnheiten:
Unregelmäßige Nahrungsaufnahme und eine schlechte Ernährung sind die Folge des eigenen Drucks. Burnout Betroffenen nehmen sich für eine ausgewogene Ernährung keine Zeit mehr.
Ebenso können Symptome wie Schwindel, Kopf- und Rückenschmerzen und Verdauungsstörungen wie Verstopfung und/oder Durchfall auftreten, die psychosomatisch bedingt sein können.
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Burnout-Tipps für den Alltag
Stress hat jeder Mensch im Leben, ebenfalls auch Tiefphasen. Auf jede Stressphase sollte jedoch auch eine Zeit der Erholung folgen und auf jede Tiefphase ein Hoch.
Burnout-Betroffene hilft Erholung nicht mehr. Die Notbremse sollte demnach vorher gezogen werden. Bereits bei den ersten Anzeichen einer Erschöpfung kann mit kleinen alltäglichen Maßnahmen einem Burnout entgegen gesteuert werden.
Burnout ist die Folge einer dauernden Überlastung. „Nein“ sagen ist eine wichtige Angewohnheit. Wer immer anderen einen Gefallen tun möchte oder sich zu viel Arbeit im Job aufhalst, bleibt selbst auf der Strecke. Versuchen Sie stattdessen Kompromisse anzubieten: "Ich kann leider heute nicht, aber ich helfe dir gern in der nächsten Woche."
- Wichtig ist ein gutes Zeitmanagement. Planen Sie nach Möglichkeit großzügig. Sie sollten genug Pufferzeit zur Verfügung haben und Erholungsphasen einplanen. Setzen Sie kurzfristige und langfristige Ziele realistisch an, um sich nicht selbst unter Druck zu setzen.
- Sorgen Sie für soziale Unterstützung. Treffen Sie Menschen mit gleichen Interessen oder suchen Sie sich Hobbys, durch die Sie neue Leute kennenlernen.
- Entspannungstechniken verhelfen zur notwendigen Erholung. Das Angebot ist vielfältig und reicht von der Selbstentspannung bis hin zum Gruppenkurs. Autogenes Training, Yoga und Taijiquan sind nur einige der vielen Entspannungstechniken.
- Wenn ein Burnout im fortgeschrittenen Stadium vorliegt, kommen Betroffene um eine Psychotherapie kaum herum. Hierfür gibt es spezielle Psychologen, die sich dem Thema "Burnout" angenommen haben.
- Um Burnout vorzubeugen spielt Ernährung eine wichtige Rolle: ausgewogen und gesund sollte sie sein. Vor allem Fisch, Fleisch und Nüsse wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus.
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